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„Stockwerk der Erinnerungen“

2. Juli 2014

Heute Abend bei Freunden:

W. serviert die Getränke, und imitiert einen Kellner mit den Worten:

„ColaFantaLift!“

Bilder.

Mit den Eltern im Gasthaus.

Gerüche.

Schnitzel. Ketchup.Pommes.

Jugend.

Mein Vater  zahlt.

Aufbruch.

Cool sein. Am Wochenende fortgehen.

„ColaFantaLift“ nehme ich in mein persönliches Weltkulturerbe auf.

„Vorwärts im Nieselregen“

31. Mai 2014

Wir machen gerade einen Kurzurlaub in Steyr.

Da will ich mir aus nostalgischen Gründen den Vorwärtsplatz des SK Vorwärts Steyr nicht entgehen lassen.

Bei Nieselregen finden wir ihn inmitten einer Wohngegend.

Gestern wurde in der Regionalliga Mitte Austria Klagenfurt mit 5:1 aus dem Stadion geschossen.

Der Klassenerhalt war schon zuvor gesichert.

Heute springen unsere beiden Söhne auf der leeren Südtribüne herum.

Ich blicke auf das Spielfeld.

Vor mir sehe ich Daniel Madlehner und Oleg Blochin herumwirbeln.

Otto Baric gibt an der Seitenlinie das Rumpelstilzchen.

Ich habe irgendeine magische Zahl ungeschlagener Heimspiele im Kopf.

In der österreichischen Bundesliga gibt es nicht viele Vereine, deren leere Stadien ich mir bei Nieselregen anschauen möchte.

 

 

„Kindheitserinnerungen vor der Tujenhecke“ (2)

3. April 2014

Manche Bälle hat die H***ig nicht rechtzeitig erwischt.

Deshalb hat sie dem Gustl B***er auch nicht rechtzeitig sagen können, dass er sie fressen muss.

Blöderweise hat es aber hinter der Tujenhecke als letzte Sicherheitsinstanz die/den deppaten Trixi gegeben.
Und ES  hat alles eliminiert, was die H***ig nicht gesehen, und der Gustl B***er nicht gefressen hat.

trixi

„Kindheitserinnerungen vor der Tujenhecke“ (1)

1. April 2014

So hat unsere Nachbarin früher ausgeschaut, die H***ig. Die H****ig schuldet mir mindestens 43 Fußbälle, 56 Tennisbälle und unzählige glückliche Kindheitsstunden. Die sind allesamt hinter ihrer blöden Tujenhecke verschwunden. Und nie mehr zurückgekommen.
Ihr Komplize war der gutmütige, aber total überforderte Gustl B***er. Zu dem hat sie immer nur Gustl geschrien, und der hat wahrscheinlich in ihrem H***ig – Namen die Bälle fressen müssen.

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Schräge Gottesbilder

15. März 2014

Gestern gehen wir mit unseren Kindern in die Kirche.

Dort arbeiten beim Altar gerade drei Personen an der Oster – Dekoration.

Diese hat die  Form eines überdimensionalen Plakates mit dem gekreuzigten Jesus.

Sie erblicken uns.

Eine der drei ruft: „Sie stehen weiter hinten – können Sie bitte schauen, ob der Jesus gerade oder schief hängt?“

Jesus hängt gerade.

Sie arbeiten zufrieden weiter.

Kurz darauf meldet sich unser älterer Sohn aufgeregt aus einer Ecke der Kirche: „Papa, komm  her!

Da hängt  noch ein coolerer Jesus!“

Wenn Gott einen Sinn für schrägen Humor hat, findet er diese Szenen sicher nett.

 

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